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Als Schließanlage bezeichnet man den hierachisch organisierte Schließbarkeit der Türen eines Objektes.

Auf Grund unterschiedlicher Anfordrungsprofile an die Komplexität der Schließanlagen unterscheidet man drei verscheidene Organisationsformen.

  • Zentralschließanlage (Z-Anlage)

Die Zentralschließanlage ist die einfachste Form einer Schließanlage. Ein Mehrparteienmietshaus ist ein sehr gutes Beispiel für das Anwendungsgebiet einer Zentralschließanlage. Hier sollen die Mieter sowohl Ihre Wohnungstür als auch die Eingangstüren aufschließen können. Nicht jedoch die Türen ihrer Nachbarn Dieses realisiert man am einfachsten, indem die Einganstüren eine Zentralschließfunktion bekommen, so dass sie mit allen Schlüsseln der Schließanlage geöffnet werden können. 

Schlieanlagenart_Z

ES=Einzelschlüssel

Zusätzlich kann eine Z-Anlage noch mit einem sogenannten technischen Hauptschlüssel ergänzt werden, der alle technischen Räume (wie Strom- und Heizungskeller) öffnet.

Schlieanlagenart_ZUE

ES = Einzelschlüssel, HS = Hauptschlüssel

 

  • Hauptschlüsselanlage (HS-Anlage)

Bei der Hauptschlüsselanlage wird die Zentralschließanlage mit einem Gruppenschlüssel, dem Hauptschlüssel ergänzt. Der Hauptschlüssel ist in der Lage alle Schlösser der Schließanlage zu öffnen. In unserem obigen Beispiel also auch die Wohnungstüren der Mieter oder die Türen der Technikräume. Diese Variante kommt egänzt mit zentralgeschlossenen Eingangstüren häufig in kleinen Firmenräumen zum Einsatz. 

Schlieanlagenart_HS Schlieanlagenart_KHZ

  ES = Einzelschlüssel, HS = Hauptschlüssel

 

  • Generalhauptschlüsselanlage (GHS-Anlage)

 Mit Generalschlüsselanlagen ist sind beliebig komplexe Sicherheitskonzepte realisierbar. Diese kommen in allen großen Objekten zum Einsatz.

Im Regelfall bildet man bei einer Generalhauptschlüsselanlage die Hierachiestruktur des Unternehmens ab. So bekommt die Geschäftsführung Generalhauptschlüssel, mit denen alle Türen des Objektes geschlossen werden können. Bereichsleiter bekommen Gruppenschlüssel, mit denen alle Türen ihres Bereichs (z.B. Lager, Verwaltung oder Verkauf) geschlossen werden können. Die Abteilungsleiter wiederum erhalten Schlüssel, mit denen sie dann die Türen ihrer Abteilung innerhalb des Bereichs schließen können. Und der einfache Angestellte erhält einen Schlüssel, mit dem er sein Büro öffnen kann. Allgemein zugängliche Türen, wie beispielsweise Eingangstüren, werden mit einer Zentralschließung umgesetzt.

Je nach Anforderungen an die gewünschten Schließmöglichkeiten werden die Schließungshierarchien geplant. Auch bei modernen Schließsystemen sollte man sinnvollerweise nicht mehr als sieben Hierarchiestufen wählen. 

Schlieanlagenart_GHS

ES = Einzelschlüssel, GS = Gruppenschlüssel, OGS = Obergruppenschlüssel, GHS = Generalhauptschlüssel

 

Zur Umsetzung dieser Schließkonzepte sind eine Vielzahl verschiedener Produkte und technischer Konzepte auf dem Markt erhältlich. Im wesentlichen unterscheidet man zwischen mechanischen und elektronischen Schließanlagen.